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ICT in der öffentlichen Verwaltung Eine Analyse des Informatikeinsatzes auf Gemeindeebene Schaffhausen, 1. Juni 2010 |
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Im Rahmen ihrer laufenden Marktanalysen hat das Schaffhauser ICT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen MSM Research AG im ersten Quartal 2010 eine Umfrage bei ICT-Verantwortlichen aus insgesamt 121 Schweizer Gemeinden und Kantonen zum Stand der Dinge mit Blick auf ihre ICT-Infrastruktur, Pläne und Trends durchgeführt. Die Resultate dieser Untersuchung liegen jetzt in Form einer neuen Studie vor. Derzeitige Lage an den ICT-Märkten Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben sich 2009 drastisch auf die ICT-Ausgaben im Schweizer Markt ausgewirkt, bei mehr als der Hälfte der 2009 befragten Unternehmen wurden Budgets gekürzt, Projekte verschoben und laufende Verträge überprüft und allenfalls neu verhandelt. Erstmals zeigten im vergangenen Jahr alle vier Teilmärkte Hardware, Software, Kommunikation und Services einen negativen Wachstumstrend auf. Insgesamt schrumpften die gesamten ICT-Ausgaben im Businessmarkt um -4.3%. Für das laufende Jahr ist Entspannung an der Ausgabenfront angesagt, allerdings wird es keine steile Erholung des Marktes nach oben geben, die Unternehmen rechnen aus heutiger Sicht mit einem marginalen Anstieg der Ausgaben um durchschnittlich 1.7%. 2010 hängt viel davon ab, in welchem Umfang die internationalen (auslaufenden) Konjunkturförderungsprogramme greifen und ob die schwach einsetzende Erholung in ausreichendem Umfang Eigendynamik entwickelt. Zudem bedrohen die zu refinanzierende Staatsverschuldung der sogenannten PIIGS-Länder die Erholung und setzen damit auch den Euro massiv unter Druck. Eine weitere Stärkung des Schweizer Frankens könnte den sich abzeichnenden Aufschwung insbesondere in den exportorientierten Industriebranchen gefährden. Aktuelle Herausforderungen und Keydriver in der Verwaltung Die Anpassung der Informatik an laufende Veränderungen ist für zwei Drittel der befragten Verwaltungen die Herausforderung Nummer 1. Aber auch die Optimierung der Geschäftsprozesse und die Umsetzung der eGovernment-Strategie stellen derzeit wichtige Challenges für die Verantwortlichen dar. Den immer wieder aus dem Ruder laufenden Informatikkosten könnte mit dem Einsatz von standardisierten, paketisierten Services zum Festpreis entgegengehalten werden. Anwendungen aus dem Bereich Steuern und Finanzen sowie Einwohnerdienste sind die zentralen Treiber für Investitionen und Ausgaben im laufenden Jahr. Investitionsschwerpunkte im Bereich Gemeinden und Kantone Schwerpunktmässig werden die Verwaltungen im Bereich Hardware in den kommenden Jahren die Optimierung ihrer Arbeitsplatz- und Server-Infrastruktur vorantreiben. Die Absichten, auch die Betriebssystem-Plattformen und Applikationen weiter zu optimieren, resp. zu standardisieren, unterstreicht die Bemühungen vieler Verantwortlicher, den "Wildwuchs" der Informatikumgebungen zu stoppen und abzubauen. Drei Themen werden in den kommenden zwei Jahren auf der Projekt-Rangliste hinsichtlich ihrer Bedeutung deutlich nach oben wandern: der virtuelle Schalter, Anwendungen aus dem Bereich des Dokumenten Managements und der Archivierung sowie Office Anwendungen (verbunden mit der Umstellung auf Windows 7). Stand der Dinge mit Blick auf eGovernment Die vom Bundesrat 2007 verabschiedete "eGovernment-Strategie Schweiz" ist auf gutem Wege aber noch längst nicht vollumfänglich umgesetzt. So verfügen mehr als die Hälfte der befragten Verwaltungen derzeit noch über keine eGovernment-Strategie. Nur jede vierte Verwaltung gibt zu Protokoll, bereits eine Strategie festgelegt zu haben und weitere 21.5% arbeiten aktuell an der Realisierung und Implementierung einer Strategie zur Nutzung elektronischer Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologien an den Schnittstellen Bürger, Wirtschaft und Behörden. Unterstützung wünschen sich die Verwaltungen vorab von den Herstellern und Kantonen, dies vor allem in den Bereichen Planung, Projektmanagement und Standard, resp. Vorgaben. Die öffentlichen Verwaltungen machen heute bezüglich Ausgaben rund 20% des gesamten Marktes für ICT in der Schweiz aus. Damit gehört dieser Markt zu den grössten Teilmärkten in der Schweiz, zählt aber aufgrund seiner fein strukturierten Heterogenität und den sehr unterschiedlichen Ausprägungen zu den anspruchsvollsten Zielmärkten für die Anbieterwelt. >>Info-Flyer / Inhaltsverzeichnis Studie>> >>Kurze Pressemitteilung>> >>Bestellen Sie ein Angebot zur Studie>> Weitere Auskünfte: MSM Research AG - Philipp Ziegler - Telefon 052 624 21 21 - info@msmag.ch Sind Sie Pressevertreter? Gerne lassen wir Ihnen die detaillierten Unterlagen unseres Pressebriefings zukommen - senden Sie uns ein email an info@msmag.ch Über MSM Research AG MSM Research AG ist ein ICT-Marktforschungsunternehmen, das sich auf den Markt der Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisiert und fokussiert hat. Seit 27 Jahren beobachtet und analysiert MSM Research AG kontinuierlich das aktuelle Geschehen am ICT-Markt und stellt die Ergebnisse der Forschungsarbeit in Form von Single- und Multi-Client-Studien, Marktreports und Präsentationen interessierten Kreisen zur Verfügung. MSM Research AG organisiert zudem jährlich mehrere Tagungen, Seminare und Briefings zu aktuellen Themen der Technologiemärkte. |
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