Der Digital Workplace als strategischer Pfeiler

Die Attraktivität und Produktivität des Arbeitsplatzes sind in vielen Unternehmen, welche stark auf Wissen und Innovation setzen, eng miteinander verbunden. Und mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftemangel und den Wandel hin zu hybriden Arbeitsmodellen ist der digitale Arbeitsplatz längst nicht mehr nur ein operativer Kostenpunkt, sondern ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Talente. Unsere Studie 2025 zum Thema Workplace zeigt, dass moderne Produktivitätsfaktoren und die entsprechende Infrastruktur in den befragten Unternehmen eine hohe Priorität aufweisen. Dies unterstreicht die zentrale Rolle, welche die ICT-Abteilung bei der Gestaltung eines attraktiven und auch hochproduktiven Arbeitsumfelds spielt. 

Ein zentrales Ergebnis der Studie: mit 66 % der Antworten stehen KI-gestützte Assistenzfunktionen zur Produktivitätssteigerung an erster Stelle der gewünschten Merkmale eines attraktiven Arbeitsplatzes.

 

Ein wichtiges Signal an ICT-Chefs

Mitarbeitende sehen in KI nicht primär eine Bedrohung, sondern einen persönlichen Assistenten zur Bewältigung der täglichen Informationsflut und Routineaufgaben. Für die ICT bedeutet dies aber auch, dass eine strategische Implementierung gefragt ist, die über isolierte Pilot- und Inselprojekte hinausgeht und eine flächendeckende Integration von KI-Lösungen zum Ziel hat. Der Fokus soll dabei auf der Entlastung liegen und wertvolle Freiräume für komplexere, strategische und kreative Aufgaben schaffen und damit auch die Arbeitszufriedenheit steigern. 

 

Nahtlose Konnektivität wird gefordert

Nach der KI-Assistenz folgt mit 63 % die Forderung nach nahtloser Konnektivität (Büro, Home Office, unterwegs). In der hybriden Arbeitswelt ist die Qualität der Verbindung die Basis der Produktivität. Ein schwaches VPN, langsame Videokonferenzen oder unterbrochene Cloud-Zugriffe demotivieren. Die ICT muss daher sicherstellen, dass das Netzwerk am Büroarbeitsplatz, aber auch im Home Office, hohen Leistungsstandards entspricht. Dafür sind Investitionen in VPN-Alternativen, Cloud-native Applikationen und in eine optimierte Bandbreitenverwaltung die notwendige Voraussetzung. 

 

Ebenfalls hoch gewichtet werden moderne und intuitive Kollaborationstools sowie schneller und unkomplizierter ICT-Support. Die Tools und der Support bilden hier entscheidende Brücke zwischen Technologie und Mensch. Hinsichtlich der Kollaboration muss die Vielfalt der Tools zentralisiert und harmonisiert werden. Die Forderung nach einem schnellen Support zeigt zudem, dass die Zeit, die mit technischen Problemen verloren geht, als direkter Produktivitätsverlust wahrgenommen wird. Hier sind Self-Service-Portale, Chatbots für Standardfragen und ein schneller, lösungsorientierter 1st-Level-Support ausschlaggebend, um die Mitarbeitenden effektiv zu unterstützen.

 

Der attraktive Arbeitsplatz in der Schweiz wird in vielen Unternehmen durch exzellente digitale Werkzeuge definiert. Die Mitarbeitenden erwarten eine entsprechend leistungsfähige und sichere Infrastruktur sowie intelligente Assistenz. Die KI-gestützte Produktivität ist der neue Game-Changer und muss zur strategischen Priorität auf der ICT-Roadmap werden. Denn Investitionen in den Digital Workplace sind heute auch entscheidende Investitionen in das Human Capital.

 

Publikation Artikel: Dezember 2025

Autor: Philipp A. Ziegler, CEO, MSM Research AG

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