Fachartikel zum ICT-Markt Schweiz

Autor: Philipp A. Ziegler, CEO, MSM Research AG


MSM Research Insights 2019

Ausgabe 1: ICT-Markt 2018, ICT-Security, Künstliche Intelligenz

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Ausgabe 2: ICT-Markt bis 2020, Cloud, Enterprise Content Management (ECM/DMS)

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MSM Research Artikel 2019 in der Presse



Fachbeiträge zum ICT-Markt Schweiz

Die Cloud als Innovationstreiber (Juni 2019)
Vielleicht etwas übertrieben, ein Betriebsmodell der ICT wird per se nicht alleine zum Innovationstreiber. Dazu gehören smarte Köpfe und Teams, welche neue Ideen angehen, bisheriges Denken und bestehende Businessmodelle auf den Kopf stellen und nicht nur Traditionen und deren Probleme hegen und pflegen. Aber die Cloud kann zumindest als passiver Innovationstreiber bezeichnet werden. Die heute verfügbaren Plattformen und Dienste aus der Cloud bilden einen ganz wesentlichen Nährboden für die Umsetzung innovativer Ideen aus der ganzen Bandbreite an Themen der digitalen Transformationen.

Die Cloud ist nicht mehr wegzudenken, sie gehört heute zum festen Bestandteil der ICT-Landschaften vieler Unternehmen. War die Nutzung vor Jahren auf einige Services wie Messaging, Filesharing, Backup oder Dokumentenverwaltung beschränkt, ist die Bandbreite der heute genutzten Cloudservices mehr als vergleichbar mit der im Eigenbetrieb (on Premise) vorhandenen Infrastrukturdienste und Anwendungen. Der reine Eigenbetrieb, das einstige Zentrum der Informatik, verliert weiter an Schwerkraft, ohne die Cloud wird in vielen Unternehmen künftig nichts mehr gehen. Dies gilt vor allem hinsichtlich der neuen Themen und Entwicklungen, welche sich rund um die digitale Transformation materialisieren. Bereits heute beginnen sich die Unternehmen mit Blick auf den diesbezüglichen Cloud-Einsatz in Stellung zu bringen. Derzeit sind es zwar erst knapp 10% der Schweizer Unternehmen, welche sich konkret mit kommenden Kerntechnologien wie der künstlichen Intelligenz (KI) oder der Blockchain beschäftigen. Allerdings werden diese in den kommenden drei Jahren zu Topthemen avancieren.

Die Cloud gilt als Katalysator und Business Enabler für die neuen Technologien. So ist es jedes dritte der im Rahmen unserer Studie zum Schweizer Markt für Cloud Computing befragten Unternehmen, welches sich vorstellen könnte, beispielsweise für KI-Projekte entsprechende Plattformen aus der Wolke zu nutzen. Und bei der Blockchain-Technologie denkt sogar die Mehrheit der Unternehmen an die Verwendung von Plattformen und Services aus der Cloud.

Die Erwartungen an Cloud Dienstleister sind auf der Basis dieser Entwicklungen und Möglichkeiten enorm gestiegen. Es werden nicht mehr nur die bald klassischen Infrastruktur-Services, sondern auch gut ausgebaute Entwicklungsplattformen, weitreichende Security- und Managed Services sowie fertige Lösungen vom Cloud-Provider gefordert. Noch sind heute nicht alle Bedenken seitens der Business-Anwender beseitigt. So zählen gerade die Sicherheits- und Datenschutzaspekte oder auch die Standortfrage bei der Wahl eines Cloud-Providers eine entscheidende Rolle. Mit Standards, Zertifikaten und nachvollziehbaren Audits schafft der zur Auswahl stehende Cloud-Dienstleister Vertrauen und die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem Anwender. Und so kann die Cloud zum unverzichtbaren Gehilfen und vielleicht zentralen Treiber der Innovation werden. 

 

Weitere Resultate finden Sie in der neuen Cloud Studie.


Fachabteilungen - Silobauer oder Innovatoren? (April 2019)
Zu den Topthemen in den Unternehmen zählen derzeit die Cloud, das mobile Computing und Data Analytics. Und wie unsere aktuellen Studienarbeiten aufzeigen, werden diese bis in drei Jahren von ihren Topplätzen auf dem Ranking der aktuellen Themen abgelöst durch die "künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality und Blockchain".


Sicherlich dürfen wir aus heutiger Sicht gespannt sein, wie und welche praktischen Cases und Lösungsansätze sich aus den ersten kreativen Ideen der neuen Themen entwickeln. Und wie aus den ersten Lösungsansätzen nachhaltig wettbewerbsfähige und kommerziell erfolgreiche Business Cases realisiert werden. Als sicher gilt aber, dass die Anforderungen an die ICT-Abteilungen weiter steigen werden. Und als ebenso sicher gilt, dass nicht alle ICT-Abteilungen mit dem Tempo der durch die digitale (R)evolution geschaffenen neuen Themen Schritt halten können. In der zunehmend digitalisierten Welt dreht sich alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität. Nur eine rasche Implementierung neuer Lösungen und die Ausstattung des Unternehmens mit modernen Devices und Technologien sichert dem Unternehmen das Mithalten des Innovationstempos der digitalen Welt.  

Viele Fachbereiche verfolgen diese Entwicklung mit Sorge, sie haben entsprechend hohe Erwartungen an die ICT-Verantwortlichen. Aus ihrer Sicht sind die ICT-Abteilungen aber nicht immer in der Lage, ausreichend Zeit für fachspezifische und innovative, neue Geschäftsmodelle unterstützende Lösungen aufzubringen. Die Folge davon: die Businessabteilungen gehen die Dinge selber an.  Die Cloud hat die Grundlage geschaffen, sich mit Blick auf neue Technologien selbst zu bedienen. Sie hat die Implementierung und Nutzung neuer Lösungen demokratisiert. Die Fachabteilungen stossen nicht nur zunehmend ICT-Projekte an oder entscheiden mit, sie verfügen auch über eigene Budgets zur Umsetzung von Initiativen im Bereich der ICT. Aus Sicht der ICT-Verantwortlichen ist dieser Alleingang durch die Fachabteilungen allerdings kein optimaler Weg, Innovationen und neue Ideen umzusetzen. Ohne enge Zusammenarbeit mit den ICT-Fachleuten und Abstimmung mit strategischen ICT-Zielsetzungen können Sicherheitsprobleme, Doppelspurigkeiten und eine ausufernde Heterogenisierung der ICT-Umgebung mit Blick auf die beschafften und eingesetzten Lösungen entstehen.

Die Fachabteilungen als Silobauer? Eine Entwicklung, an deren Verhinderung und Beseitigung so mancher ICT-Chef in den vergangenen Jahren gearbeitet hat: keine Silos, keine Schatten-ICT mehr, keine heterogene Landschaft mit vielen Insellösungen, die eine erfolgreiche Orchestrierung der Unternehmens-ICT gefährdet. Oder sind die Fachabteilungen die eigentlichen Innovatoren und Treiber einer entsprechend auf die neuen Wettbewerbsparameter ausgerichteten Unternehmens ICT? Lassen sich die Fachabteilungen in den Bau einer wettbewerbsstarken, agilen und flexiblen ICT integrieren? Beide beschriebenen Szenarien widerspiegeln den Stand der Dinge und die aktuelle Diskussion in vielen Unternehmen.

 

Die Konklusion: Angesagt ist die enge Zusammenarbeit der ICT und der Fachabteilungen. Sie kann den Weg in eine erfolgreiche und auf wettbewerbsvorteilschaffende Innovationen aufgebaute Digitalisierung des Unternehmens ermöglichen und sicherstellen.


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