Fachartikel zum ICT-Markt Schweiz


Research Insights - Trends, Prognosen und Erkenntnisse zum ICT-Markt

Ausgabe 1: Jan 2019

ICT-Markt 2018, ICT-Security, Künstliche Intelligenz

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Ausgabe 2: April 2019

ICT-Markt bis 2020, Cloud, Enterprise Content Management (ECM/DMS)

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Ausgabe 3: Oktober 2019

ICT-Markt bis 2021, Fachabtei-lungen & ICT-Projekte, IoT, Sicherheit & Netzwerke

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Die IT-Abteilung und das Marketing verschmelzen (Autorin: Corinne Jost, Head of Marketing)

Bei der Kundenakquisition dreht sich in der heutigen digitalisierten Welt alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität. Um sich in der mittlerweile hohen Reizüberflutung an Informationen zu differenzieren, benötigt es ein individualisiertes und konzentriertes Marketing, um den Kunden auf sich aufmerksam zu machen und zu erreichen.

 

Nicht nur im B2C-, sondern auch im B2B-Bereich sind die Prozesse digital geworden und die Kunden möchten auf verschiedenen Kanälen so zielgruppengerecht und persönlich wie möglich angesprochen werden. Die Marketingabteilung ist also mehr denn je gefordert, den Kunden nicht aus den Augen zu verlieren und intensiv über die gesamte Customer Journey - der Kundenreise vom Sales Lead bis zum Kaufabschluss - mit einem optimalen klassischen und digitalen Marketing-Mix zu begleiten. Um den Kunden im Fokus zu behalten, stehen dem Unternehmen zahlreiche Tools und digitalen Hilfsmittel zur Verfügung, sei dies nun z.B. Webseite & Content Marketing, Email Newsletter, Videos oder Social Media. Bereits bei der Webseite kann mit der zielgruppengerechten Ansprache begonnen werden: z.B. Navigationspunkte nach Interessen oder Funktionen der Zielgruppe. Diese Tools bieten viele Möglichkeiten für die Kunden-Akquisition und -Betreuung, sind aber gleichwohl auch eine Herausforderung für die IT, denn sie muss täglich sicherstellen, dass die im Unternehmen vorhandenen Marketing-Tools einwandfrei funktionieren und allzeit verfügbar sind.

 

Die IT als Unterstützer des Marketings

Der Kundenfokus und das Digital Marketing ist also längst nicht mehr nur ein Thema für die Marketing-Abteilung, sie betrifft auch in hohem Masse die IT-Abteilung, welche - wenn sie im Unternehmen in die Marketing-Prozesse richtig eingebunden ist - ein wichtiger Unterstützer sein sollte. Haben früher die Marketing- und IT-Abteilung voneinander unabhängig und getrennt agiert, so hat sich das heute geändert. In unseren Studien zeigt sich, dass die Business Bereiche immer mehr Einfluss auf IT-Projekte haben, bereits jedes 2. Projekt wird vom Business angestossen. Die Fachabteilungen sind nicht nur zunehmend Impulsgeber für IT-Projekte oder entscheiden mit, sie verfügen auch über eigene Budgets zur Umsetzung von Initiativen im IT-Bereich. Die Erwartungen der Business Bereiche an die IT-Verantwortlichen steigen, sehen aber die IT-Abteilung nicht immer in der Lage, ausreichend Zeit für fachspezifische und innovative, neue Geschäftsmodelle unterstützende Lösungen aufzubringen. Die Folge davon ist, dass sich Business Abteilungen ohne vorherige Absprache selbst Lösungen beschaffen. Keine gute Idee, da so eine Schatten-IT entstehen kann, die niemandem im Unternehmen nützt. Im Gegenzug ist es wichtig, dass sich die IT-Abteilung mit Digital Marketing beschäftigt, um die Bedürfnisse der Fachbereiche besser zu erfassen.

 

Neue Technologien haben einen Impact auf die Organisation

Es kommen laufend weitere Technologien hinzu, mit denen sich die IT und das Marketing auseinandersetzen müssen: Internet of Things, Virtual & Augmented Reality, künstliche Intelligenz, Chatbots, Sprachassistenten etc. Durch den Einsatz solcher Technologien wird sich auch die Organisation und deren Prozesse innerhalb eines Unternehmens verändern. Um mit den verfügbaren Mitteln den Kunden auf der Customer Journey zu begleiten, werden die Bereiche Sales, Marketing und IT immer mehr verschmelzen. In Zukunft könnte es schon bald die klassische Trennung zwischen IT-Abteilung und Marketing oder Sales resp. zwischen IT-Budget oder Marketing-Budget nicht mehr geben: sind z.B. ein Chatbot oder eine Marketing Automation-Lösung über die Cloud eher dem Marketing oder der IT zuzuordnen? Deshalb wird es künftig noch wichtiger sein, die Zusammenarbeit unter den einzelnen Bereichen zu intensivieren und sich von der traditionellen klassischen Organisation und Unterteilung in Abteilungen loszulösen.

(Publikation Artikel: Oktober 2019)


Herbstzeit - die Planspiele 2020 beginnen (Autor: Philipp A. Ziegler, CEO)

Für die meisten Unternehmen beginnen im Herbst die Budget- und Planspiele für das jeweils kommende Jahr. Auch wenn Fünfjahrespläne in vielen Unternehmen längst der Vergangenheit angehören (es ist heute schon komplex genug, auf fünf Monate verlässlich zu planen), so gehören die Forecastarbeiten für ein neues Jahr zum festen Fundus an Planspielen der unterschiedlichsten Fachbereiche im Unternehmen. Meist werden die nach langen und zähen internen Korrekturläufen zwischen Management und Fachbereichen vereinbarten Ziele schon nach kurzer Zeit von der Realität überholt. Märkte verändern sich heute nicht mehr in Jahren, sondern oft in Monaten. Kundenverhalten und Absatzmärkte befinden sich in einem raschen und komplexen Wandel. Etwas mehr Startup-Denken, etwas mehr Zeit an der Kundenfront und weniger Aufwand am Budget-Reissbrett wäre für so manches Unternehmen empfehlenswert. Reaktionszeit und Agilität sind die Erfolgsfaktoren der digitalen Ära, ein mehr iterativer Ansatz mit Blick auf die Planspiele wäre angesagt.

 

Das ist aber nicht der Kern und das eigentliche Thema unseres Herbst Updates. Auf der Basis unserer aktuellen Felderhebungen zu unterschiedlichsten Technologiethemen haben wir auch nach der derzeitigen Situation mit Blick auf die ICT-Ausgabenpläne nachgefragt. So rechnen rund 40% der Unternehmen für 2020 mit höheren Ausgaben im Vergleich zum laufenden Jahr, während 44% aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und Aussichten kaum mit Veränderungen der Budgets rechnen. Es sind derzeit lediglich 16% der Unternehmen, welche mit einer Senkung der Spendings rechnen.

 

Die Zeichen stehen generell auf Wachstum. So haben wir aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der ersten Jahreshälfte auch unsere Prognose für das laufende Jahr von 3.1% auf 3.5% angehoben. Damit erreicht der Markt (B2B) ein Volumen von 18.74 Milliarden Franken, 633 Millionen Franken mehr als noch 2018. Ein Hauptpfeiler und zentraler Antriebsfaktor dieser weiterhin positiven Entwicklung der Ausgaben im Schweizer ICT-Markt ist der Paradigmenwechsel im Betrieb. Ohne die externen Services zu berücksichtigen, schrumpft der ICT-Markt um rund 12%. Die externen Sourcingservices alleine generieren 15% Wachstum. Und diese Schere wird sich in den kommenden Jahren weiter öffnen.

 

Für 2020 gehen wir von einer weiteren Steigerung des Wachstums aus, aktuell rechnen wir mit einem Plus von 3.9%. Obwohl der Konjunkturverlauf im Euroraum sowie in wichtigen asiatischen Volkswirtschaften sich derzeit eher abkühlt und die Schweizer Konjunktur wieder etwas an Rückenwind verliert, wird weiter kräftig in neue Technologien investiert. Angetrieben wird das Wachstum im laufenden und kommenden Jahr nicht nur durch die Verschiebung des Big Shift im ICT-Betrieb, sondern auch durch die stark steigenden Projekte und Investitionen im Bereich der digitalen Transformation. Dazu zählen wachsende Ausgaben in den Bereichen Analytics, künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Mobility und das alles umfassende Thema der Sicherheit.

 

Die Aussichten am Schweizer ICT-Markt bleiben positiv. Mit einem Seitenblick auf die globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und die vielen Baustellen auf dieser Welt, jedoch ein Ausblick auf volatiler Basis.

 

Detaillierte Resultate finden Sie im Herbst Update Report.

(Publikation Artikel: Oktober 2019)


Das Internet of Things ist erwachsen geworden (Autor: Philipp A. Ziegler, CEO)

Das Thema "Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT)" gehört heute zu den "Big Eight" Themen auf unserem Research Radar. IoT hat von seinem Hype-Status längst in die reale Welt gewechselt und feiert im laufenden Jahr seinen 20sten Geburtstag. Kevin Ashton (britischer Technologie-Pionier), welcher den Begriff am MIT (Massachusetts Institute of Technology) erstmals 1999 erwähnt hat, wird sich kaum vorgestellt haben, welche Entwicklung das IoT in diesen beiden Dekaden bis heute durchlaufen würde.

 

Vor vier Jahren hat sich die Mehrzahl der im Rahmen unserer ersten Studienarbeit zum Thema IoT befragten Unternehmen die Frage gestellt, ob das Internet der Dinge alle vertikalen Märkte erfassen und Einfluss auf traditionelle Businessmodelle haben wird oder nicht. Diese Frage stellt sich nicht mehr, die Realität und die aktuelle Entwicklung in den meisten Branchen haben die Antwort darauf geliefert. Die aktuell bedeutendere Frage lautet, wieviel Zeit steht den Unternehmen für den Einstieg zur Verfügung. Heute rechnet jedes zweite Unternehmen damit, dass die Auswirkungen in der jeweiligen Branche in den kommenden zwei Jahren voll zum Tragen kommen. Und nur noch jedes dritte Unternehmen sieht die Entwicklung gelassen, mit Auswirkungen auf ihr Unternehmen und ihre Branche rechnen sie erst in drei bis fünf Jahren. 2015 war dies noch mehr als die Hälfte.   

 

Die Gelassenheit von damals hat heute einer realistischeren Sichtweise auf die Dinge Platz gemacht. Und damals wie heute gilt: Späteinsteiger könnten das Nachsehen haben, die Folgen verpasster Chancen fatal ausfallen. Der Zug der Dinge ist am Rollen. Hat er erst einmal Fahrt aufgenommen, sind die besten Plätze schnell vergeben.  

 

Unsere aktuelle Studie hat gezeigt, dass das IoT für viele Unternehmen in erster Linie kein technisches Thema oder zumindest prioritär keine technologische Herausforderung darstellt und sein darf. Es dreht sich alles um neue Geschäftsmodelle und ein neues Prozessdenken. Wenn z.B. der Getränkeautomat oder das Verkaufsregal leer ist und über das Netz oder Internet den Leerbestand meldet oder selbständig nachbestellt, müssen alle damit zusammenhängenden Prozesse, von der Bestellung über die Rechnungsstellung bis zur Auslieferung, d.h. das gesamte Geschäftsmodell entsprechend ausgerichtet sein. Ohne die Neuausrichtung, ohne dieses neue Paradigma ändert sich nichts. Es geht um mehr als reine Automatisierung, es geht um strategische Vorteile, Reaktionszeiten und Individualisierung.  

 

Um aus innovativen, kreativen Ideensammlungen und ersten Lösungsansätzen praktische, wettbewerbsfähige und kommerziell sinnvolle Business Cases realisieren zu können, sind neben technologischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen eine ganze Reihe Fragen zum Businessmodell und der Transformation zu beantworten. Unterstützung dabei bieten den Unternehmen heute spezialisierte Dienstleister mit Branchen- und Business-Expertise. Einen wertvollen Beitrag können aber auch Verbindungen zu Start Ups, Forschungseinrichtungen und Hochschulen bieten. Sie sind in der Lage, im Rahmen von IoT-Vorhaben eine unbelastete, neutrale Perspektive und aktuelles Wissen für die Umsetzung der Transformation und die Schaffung neuer Businessmodelle einzubringen. Gerade Start Ups vermitteln mit ihrer iterativen, kreativen und vom eigenen, internen Denken und Schaffen losgelösten Arbeit, einen entscheidenden Input für erfolgreiche Projekte. Die Nutzung von Ökosystemen kann damit künftig entscheidende Rolle spielen.

(Publikation Artikel: Juni 2019


Die Cloud als Innovationstreiber (Autor: Philipp A. Ziegler, CEO)

Vielleicht etwas übertrieben, ein Betriebsmodell der ICT wird per se nicht alleine zum Innovationstreiber. Dazu gehören smarte Köpfe und Teams, welche neue Ideen angehen, bisheriges Denken und bestehende Businessmodelle auf den Kopf stellen und nicht nur Traditionen und deren Probleme hegen und pflegen. Aber die Cloud kann zumindest als passiver Innovationstreiber bezeichnet werden. Die heute verfügbaren Plattformen und Dienste aus der Cloud bilden einen ganz wesentlichen Nährboden für die Umsetzung innovativer Ideen aus der ganzen Bandbreite an Themen der digitalen Transformationen.

Die Cloud ist nicht mehr wegzudenken, sie gehört heute zum festen Bestandteil der ICT-Landschaften vieler Unternehmen. War die Nutzung vor Jahren auf einige Services wie Messaging, Filesharing, Backup oder Dokumentenverwaltung beschränkt, ist die Bandbreite der heute genutzten Cloudservices mehr als vergleichbar mit der im Eigenbetrieb (on Premise) vorhandenen Infrastrukturdienste und Anwendungen. Der reine Eigenbetrieb, das einstige Zentrum der Informatik, verliert weiter an Schwerkraft, ohne die Cloud wird in vielen Unternehmen künftig nichts mehr gehen. Dies gilt vor allem hinsichtlich der neuen Themen und Entwicklungen, welche sich rund um die digitale Transformation materialisieren. Bereits heute beginnen sich die Unternehmen mit Blick auf den diesbezüglichen Cloud-Einsatz in Stellung zu bringen. Derzeit sind es zwar erst knapp 10% der Schweizer Unternehmen, welche sich konkret mit kommenden Kerntechnologien wie der künstlichen Intelligenz (KI) oder der Blockchain beschäftigen. Allerdings werden diese in den kommenden drei Jahren zu Topthemen avancieren.

Die Cloud gilt als Katalysator und Business Enabler für die neuen Technologien. So ist es jedes dritte der im Rahmen unserer Studie zum Schweizer Markt für Cloud Computing befragten Unternehmen, welches sich vorstellen könnte, beispielsweise für KI-Projekte entsprechende Plattformen aus der Wolke zu nutzen. Und bei der Blockchain-Technologie denkt sogar die Mehrheit der Unternehmen an die Verwendung von Plattformen und Services aus der Cloud.

Die Erwartungen an Cloud Dienstleister sind auf der Basis dieser Entwicklungen und Möglichkeiten enorm gestiegen. Es werden nicht mehr nur die bald klassischen Infrastruktur-Services, sondern auch gut ausgebaute Entwicklungsplattformen, weitreichende Security- und Managed Services sowie fertige Lösungen vom Cloud-Provider gefordert. Noch sind heute nicht alle Bedenken seitens der Business-Anwender beseitigt. So zählen gerade die Sicherheits- und Datenschutzaspekte oder auch die Standortfrage bei der Wahl eines Cloud-Providers eine entscheidende Rolle. Mit Standards, Zertifikaten und nachvollziehbaren Audits schafft der zur Auswahl stehende Cloud-Dienstleister Vertrauen und die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem Anwender. Und so kann die Cloud zum unverzichtbaren Gehilfen und vielleicht zentralen Treiber der Innovation werden.

 

Weitere Resultate finden Sie in der neuen Cloud Studie.

(Publikation Artikel: Juni 2019)


Fachabteilungen - Silobauer oder Innovatoren? (Autor: Philipp A. Ziegler, CEO)

Zu den Topthemen in den Unternehmen zählen derzeit die Cloud, das mobile Computing und Data Analytics. Und wie unsere aktuellen Studienarbeiten aufzeigen, werden diese bis in drei Jahren von ihren Topplätzen auf dem Ranking der aktuellen Themen abgelöst durch die "künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality und Blockchain".


Sicherlich dürfen wir aus heutiger Sicht gespannt sein, wie und welche praktischen Cases und Lösungsansätze sich aus den ersten kreativen Ideen der neuen Themen entwickeln. Und wie aus den ersten Lösungsansätzen nachhaltig wettbewerbsfähige und kommerziell erfolgreiche Business Cases realisiert werden. Als sicher gilt aber, dass die Anforderungen an die ICT-Abteilungen weiter steigen werden. Und als ebenso sicher gilt, dass nicht alle ICT-Abteilungen mit dem Tempo der durch die digitale (R)evolution geschaffenen neuen Themen Schritt halten können. In der zunehmend digitalisierten Welt dreht sich alles um Tempo, Reaktionszeiten, Innovation und Agilität. Nur eine rasche Implementierung neuer Lösungen und die Ausstattung des Unternehmens mit modernen Devices und Technologien sichert dem Unternehmen das Mithalten des Innovationstempos der digitalen Welt.  

Viele Fachbereiche verfolgen diese Entwicklung mit Sorge, sie haben entsprechend hohe Erwartungen an die ICT-Verantwortlichen. Aus ihrer Sicht sind die ICT-Abteilungen aber nicht immer in der Lage, ausreichend Zeit für fachspezifische und innovative, neue Geschäftsmodelle unterstützende Lösungen aufzubringen. Die Folge davon: die Businessabteilungen gehen die Dinge selber an.  Die Cloud hat die Grundlage geschaffen, sich mit Blick auf neue Technologien selbst zu bedienen. Sie hat die Implementierung und Nutzung neuer Lösungen demokratisiert. Die Fachabteilungen stossen nicht nur zunehmend ICT-Projekte an oder entscheiden mit, sie verfügen auch über eigene Budgets zur Umsetzung von Initiativen im Bereich der ICT. Aus Sicht der ICT-Verantwortlichen ist dieser Alleingang durch die Fachabteilungen allerdings kein optimaler Weg, Innovationen und neue Ideen umzusetzen. Ohne enge Zusammenarbeit mit den ICT-Fachleuten und Abstimmung mit strategischen ICT-Zielsetzungen können Sicherheitsprobleme, Doppelspurigkeiten und eine ausufernde Heterogenisierung der ICT-Umgebung mit Blick auf die beschafften und eingesetzten Lösungen entstehen.

Die Fachabteilungen als Silobauer? Eine Entwicklung, an deren Verhinderung und Beseitigung so mancher ICT-Chef in den vergangenen Jahren gearbeitet hat: keine Silos, keine Schatten-ICT mehr, keine heterogene Landschaft mit vielen Insellösungen, die eine erfolgreiche Orchestrierung der Unternehmens-ICT gefährdet. Oder sind die Fachabteilungen die eigentlichen Innovatoren und Treiber einer entsprechend auf die neuen Wettbewerbsparameter ausgerichteten Unternehmens ICT? Lassen sich die Fachabteilungen in den Bau einer wettbewerbsstarken, agilen und flexiblen ICT integrieren? Beide beschriebenen Szenarien widerspiegeln den Stand der Dinge und die aktuelle Diskussion in vielen Unternehmen.

 

Die Konklusion: Angesagt ist die enge Zusammenarbeit der ICT und der Fachabteilungen. Sie kann den Weg in eine erfolgreiche und auf wettbewerbsvorteilschaffende Innovationen aufgebaute Digitalisierung des Unternehmens ermöglichen und sicherstellen.

(Publikation Artikel: April 2019)


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